Mittwoch, 12. Juni 2013

Wenn man denn so leicht an Nobelpreise käme wie an Blogawards…

…würde Wikipedia nicht mehr damit hinterher kommen, für jeden Preisträger einen Eintrag zu schreiben.

Hach ja, manchmal ist das Leben wirklich nett zu einem. Beziehungsweise Connü. Denn obwohl ich blogtechnisch nicht gerade aktiv bin, hat sie mir einen Award verliehen. Oder zwei. So genau sieht da auch keiner durch… also irgendwas zwischen Best Blog Award und Liebster Award ist es gewesen.

Wie es sich für einen modernen Preis gehört, darf man ihn sich nicht einfach schnappen und ins Regal stellen, um sich daran zu ergötzen, sondern muss auch noch was dafür tun. Was für ein Stress. Aber für Connü mache ich das.

Meine Aufgabe lautet, die elf von ihr gestellten Fragen zu beantworten. Na dann mal los.

1. Was ist die schlimmste Buchverfilmung, die ihr je gesehen habt?
Filme und ich, das ist ja so eine Sache. Eigentlich mag ich sie aber nahezu immer - da kann der Film spannend sein wie er will - überfällt mich die Müdigkeit und ich verschlafe einfach mal den Großteil der Handlung.  
Aber dennoch kann ich die Frage beantworten: ich fand die Verfilmung von Eragon wirklich schlecht. Einfach schon das plötzliche Wachsen des Drachens... die hatten doch bloß keine Lust, es ordentlich zu machen. Eine ziemliche kitschige Enttäuschung der Film.

2. Was sind eure drei liebsten Serien?
Die Nummer eins ist ganz klar: True Blood! Spannung, Drama, Blut, nackte Haut, ein paar Leichen - damit kriegt man mich doch immer.
Nummer zwei wäre Pinky und Brain. Die Zeichentrickserie entdeckte ich relativ spät und war von Anfang an begeistert von den Charakteren. Pinky ist doch so süß und selbst Brain… dass ich inzwischen ein Shirt mit beiden Mäusen darauf habe spricht wahrscheinlich Bände.
Lieblingsserie Nummer drei zu benennen fällt mir schwer. Es gibt zwar noch einige Serien, die ich mag aber unter wirkliche Lieblingsserien zählt da nichts.

3. Schlimmster Ohrwurm aller Zeiten?
I'm blue dabbel di dabbel dei… wie auch immer das heißt: es war ein echt grässlicher Ohrwurm zu Grundschulzeiten. Oder dieses Around the world von ATC - ach war das eine Plage im Ohr. Ich glaube, ich war damals was Ohrwürmer angeht besonders anfällig

4. Grüner Daumen oder Pflanzentöter?
Grüner Daumen. So wie es sich für ein Dorfkind gehört. 

5. Wenn ihr jetzt euren MP3 Player einschaltet, welches Lied kommt dann?
Ben Howard - The Wolves. Weichspülmusik wie sie im Buche steht

6. Was war das absolut schlechteste Buch das ihr je gelesen habt?
Ich habe es mit der House of Night Serie versucht. War halt total angesagt. Schwerer Fehler. Amerikanischer oberflächlicher Teenie Kitsch vom Feinsten.

7. Was war der schlechteste Film den ihr je gesehen  habt?
Keine Ahnung. Muss dabei eingeschlafen sein.

8. Seid ihr abergläubig?
Was schwarze Katzen und Leitern angeht bin ich es so überhaupt nicht, aber das traditionelle zu Weihnachten/ Silvester wird nicht gefegt, gewaschen, nicht der Müll heraus gebracht weil man sonst das Glück heraus fegt/wäscht/trägt halte ich ein. Einfach Gewohnheit und erzgebirgische Tradition überliefert durch meine Mutter.

9. Die Frage zur Antwort "42" lautet?
Was ist der Sinn des Lebens?

10. Schoko-, Vanille- oder Fruchteis?
Joghurteis. Falls es etwas aus diesen Kategorien sein muss, dann Fruchteis aber bloß nicht dieses künstlich aromatisierte Erdbeerzeug.

11. Schon mal was gruseliges erlebt? Komische Geräusche vom Dachboden? Sich bewegende Gegenstände? Immer her damit!
Hmh…ich grusle mich jedes Mal sehr wenn ich nachts allein im See schwimme und überlege was da in bis zu 50 Metern Tiefe unter mir schwimmt. Aber ein Erlebnis hatte ich noch nicht, was mich erschreckte. In der Situation ist es einfach die viel zu eifrige Fantasie.

Und da ich nicht unbedingt andere mit völlig willkürliche Fragen bewerfen muss, möchte ich euch  einfach auf ein paar tolle Blogs hinweisen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Damit erfülle ich auch den Sinn dieser Awards, der ja darin liegt, auf neue tolle Blogs aufmerksam zu machen.

Nummer eins: Die windige Natter
Ich bin bei ihr so kommentarfaul, dass ich wahrscheinlich noch nie kommentiert habe (ein Hoch auf die stillen Leser…) aber das Lesen bereitet mir immer sehr viel Freude, da sie einen tollen Schreibstil und Humor (sieht man schon an ihren genialen Seiten des Blogs) hat. Dazu eine nette Themenvielfalt - ich freue mich immer, wenn ein Beitrag von ihr in meinem Feedreader aufschlägt.

Nummer zwei: Pearl
Er bietet immer Stoff zum Nachdenken, der informati und trotzdem unterhaltsam ist. Allein dafür, dass er das kombiniert bekommt hat er den Award doch schon verdient. Keine Bilder, viel Text, viel Inhalt und das mag ich sehr.

Nummer drei gibt es nicht, denn wenn jeder den Award bekommt ist es ja auch nichts besonderes mehr. Künstliche Verknappung und so meine Freunde…

Schaut einfach mal die zwei Blogs sowie den von Connü an - vielleicht ist ja was für euch dabei.

Apfelkern

Montag, 3. Juni 2013

Tick tack tick tack tick tack

Eigentlich habe ich keine Zeit, diesen Post zu schreiben.
Da wären noch Dinge für die Uni zu tun, etwas Aufräumen könnte auch nicht schaden. Außerdem würde ich gern noch eine Runde Pilates machen. Und da liegt auch noch der dritte Band der Tribute von Panem und hofft darauf, endlich von mir gelesen zu werden.
Aber ich habe ja keine Zeit.

Zeit. Zeit. Zeit.
Manchmal habe ich das Gefühl, es dreht sich alles nur darum. Zeit ist der alles limitierende Faktor. Es ist wie beim Liebig’sche Minimumgesetz: der in der geringsten Menge vorhandene benötigte Stoff ist der, der alles begrenzt.
Wie oft habe ich in den letzten Wochen und Monaten gedacht, dass ich keine Zeit habe. Und dabei schlafe ich doch nur durchschnittlich fünf oder sechs Stunden täglich, am Wochenende auch mal sieben.

Es macht einfach keinen Spaß, die ständig auf dem Sprung zu sein, auf die Uhr zu schauen. Immer nur daran denken, wie man alles möglichst effizient gestalten kann ohne dabei auf Lebensqualität verzichten zu müssen, kostet direkt Lebensqualität.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich die Quantität und Qualität von Schlaf, Sozialleben und Erfolg so verhalten, dass man immer nur zwei der genannten Dinge haben kann und das dritte immer darunter leidet.
Bei mir geht es wahrscheinlich immer auf Kosten von Sozialleben aber vor allem auch Schlaf. Um mein Zeug für die Uni zu vernachlässigen bin ich wahrscheinlich zu sehr Streber beziehungsweise zu ängstlich, die Prüfungen zu versauen und das Studium nicht zu schaffen, was bedeutet, eine sichere finanzielle Unabhängigkeit nicht direkt zu erreichen.

Warum schaffen manche Leute eigentlich so verdammt viel? Wir alle haben doch nur 24 Stunden. Ich wüsste gern deren Geheimnis. Oder ich hätte gern mehr Zeit. Vielleicht so zwei Extrastunden während der Rest der Welt erstarrt und ich in Ruhe mal entpannen kann? Träum weiter, kann ich mir da wohl leider nur sagen.

Ich denke, man kann den durch Zeitmangel entstehenden positiven aber auch den negativen Stress eine ganze Weile mitmachen. Wichtig ist dabei nur, nicht jegliche Freuden zu streichen, sondern sich auch einfach mal eine Pause zu gönnen. Zugegeben fällt mir das schwer, wenn ich im Hinterkopf genau weiß, was ich noch alles tun muss.
Aber die Zeit muss ich mir einfach nehmen, um nicht Raubbau an mir selbst zu treiben.

Zeit nehmen ist ein gutes Stichwort. Ich glaube nämlich, es stimmt nicht zu sagen, dass man keine Zeit hätte. Es heißt eher, dass man sich die Zeit nicht nehmen möchte.
Denn es steht uns allen schließlich frei was wir mit unseren 24 Stunden pro Tag anfangen. Aber bloß nicht zu viel Zeit darauf verschwenden zu planen, wie man sie am effektivsten nutzt.

Ein letzter Punkt ist vielleicht das Trödeln. Ich lasse mir ab und zu einfach zu viel Zeit bei einer Sache und merke dann, dass es an anderer Stelle fehlt. Vielleicht kann man gezielt trödeln, bewusst entscheiden mal zu entschleunigen aber dann auch in den anderen Fällen nicht unnötig Zeit verschwenden. Kann man überhaupt Zeit verschwenden, wenn man eigentlich gar keine hat?

Das richtige Verhältnis von Effizienz und Entspannung zu finden ist nicht einfach. Fakt ist aber, dass wenn man die Entspannung streicht, die Effizienz gleich mit gestrichen ist. Gestresste Nervenbündel schaffen weniger. Und da ich das an mir selbst merke, bin ich entschlossen, auch mal einfach die Arbeit einen Tag liegen zu lassen und stattdessen Freunde zu besuchen oder meine Hobbys auszuüben. Und nein, während eines Films nebenbei eine Socke zu stricken um die Zeit möglichst effizient zu nutzen zählt nicht.

Und jetzt Punkt. Ich will euch ja nicht eure Zeit stehlen.

Obwohl - eine Frage wäre da noch: wie stellt ihr das mit dem Haushalten der freien Zeit an? Ihr Blogger mit den ganzen Post müsst das doch drauf haben…

Apfelkern

P.S.: Was freue ich mich darauf, mit dem Studium fertig und dann irgendwann Rentner zu sein…


Montag, 20. Mai 2013

Alle haarlos und in Butter

Als alter Filmmuffel, der noch viel aufzuholen hat, sah ich mir letztens 300 an. Nicht mein Lieblingsfilm aber er lässt sich gut ansehen, besonders wenn man auf Antike und epische Schlachten steht. Außerdem gab es noch jede Menge Muskelberge zu sehen. Wie mir aufgefallen ist unbehaarte Muskelberge.
Nanu, gehört denn auf die Brust eines echten harten Barbaren beziehungsweise in dem Fall Spartiaten nicht auch flauschiges Brusthaar? Anscheinend nicht. Es versteckt doch bloß die mühevoll antrainierten Muskeln. Aber von der Muskelpräsentation im Film abgesehen: will ich so ein glattes Kerlchen? Das ist doch kein für voll zu nehmender Mann.
Trotzdem: Mann scheint heute glatt sein zu müssen, denn in Werbung, Filmen aber auch im richtigen Leben lassen auffällig viele Männer tiefer blicken ohne dabei Brusthaar zu zeigen. Alle glatt gemacht.

Der Somme steht vor der Tür. Zeit für kürzere Kleidung und damit für nahezu alle Frauen spätestens jetzt Zeit, ihrer Körperbehaarung zu Leibe zu rücken. Inzwischen alles ganz normal. Unrasierte Frauenbeine fallen auf, sind ungewöhnlich und werden dann auch gern mit abwertenden oder gar angewiderten Blicken kommentiert. Wie abartig! So unnatürlich - oh, Moment. Wenn nicht unnatürlich dann halt unzivilisiert.

Ich wusste - und ja, das ist ernst gemeint - lange nicht, dass man sich die Körperhaare entfernen soll. Meine Eltern leben mir das nicht vor, in der Grundschule spielte das Thema damals keine Rolle. Erst als ich aufs Gymnasium gewechselt war fiel mir auf, dass die anderen Mädchen erstaunlich wenig Haare auf den Beinen hatten im Vergleich mit meinen gleichmäßig hell behaarten Beinen. Spielform der Natur dachte ich und hakte das Thema ab.
Irgendwann kam ich so ungefähr in der achten Klasse- Bravo und Werbung - zur Erkenntnis, dass die anderen Mädchen nicht aufgrund einer genetischen Variante haarlose Beine hatten, sondern nachhalfen. Krasse Scheiße was die Menschheit sich nur so ausdenkt, Klein-Apfelkern war damals sehr erstaunt.

Ich belas mich. Wikipedia, Werbetexte, Bibliothek - was ich halt zum Thema Enthaarung bekam. Schließlich will man wissen, was man sich da antun könnte. Irgendwann wagte ich mich in ein Kosmetikstudio und lies mir die Beine wachsen, da ich viel zu faul wäre, alle paar Tage nachzurasieren. Das Ergebnis faszinierte mich sehr. Also wurde ein Epilierer besorgt, um das selbst erledigen zu können ohne jedes Mal die Kosmetikerin zu bereichern. Achseln und Beine werden seitdem enthaart, Standard - im Falle der Beine allerdings nur im Sommer.
Im Winter erklärte ich meine Beine immer zum Schutzgebiet und ließ sie mit dem Epilierer in Frieden. Denn was stören mich die paar hellen Fusseln? So ein Drama um Körperhaare zu machen erschien und erscheint mir albern.
Denn was ist denn schlimm daran, wenn die Beine einer Frau nicht perfekt glatt sind? Es beeinträchtigt nicht, schmerzt nicht. Daher kann ich mir doch zumindest im Winter die Zeit dafür sparen. Vielleicht wärmt es ja sogar noch.
Das mache ich nicht, wenn ich in einer Beziehung bin, doch für mich allein muss ich die Beine nicht enthaaren. Um die Achseln wird sich ganzjährig gekümmert.
Ich habe mich also brav dem Willen der Kosmetikindustrie und dem Bild, das man uns als Ideal vorlebt, gefügt.
Obwohl: ich bin ganz rebellisch und enthaare mir die Unterarme nicht. Warum auch? Da gibt es nicht viel zu entfernen. Und der Intimbereich? Ohne Haare fühlt man sich doch ganz nackt und schutzlos, wenn man nackt ist!

Und das sollen die Männer jetzt auch machen müssen? Wie sähe denn ein Hugh Jackmann ohne diese männlich behaarte Brust aus? Gleich mal nur halb so heiß. Und Sean Connery? Wahrscheinlich so metrosexuell und geschniegelt wie ein David Beckham. Wollen wir das heute? Und wenn ja warum? Vermittelt es ein Bild von mehr Stärke, Überlegenheit? Dann wahrscheinlich nur, wenn die Überlegenheit darin besteht, nicht männlich auszusehen. Hygienische Gründe sehe ich auch nicht unbedingt als Ursache, denn bei normaler Körperpflege ist das heutzutage kein Problem.
Bleiben noch Gründe wie dass es gesellschaftlich nicht akzeptiert beziehungsweise nicht angesehen wird, "wie ein Wilder" Haare auf der Brust zu haben.

Ich weiß nicht, was ich von diesen Trends halten soll. Ein Bärenfell dicht wie eine Isolierschicht aus Glasfaserwolle ist nicht das erotischteste, was ich mir an einem Mann vorstellen kann. Glatte Frauenbeine gefallen mir optisch besser als die selben mit langen Haaren. Und trotzdem: machen wir uns nicht viel zu viele Gedanken darum?
Es gibt Leute, die sich den ganzen Tag lang unwohl fühlen, weil sie wissen, dass ihre Beine nicht frisch rasiert sondern leicht stoppelig sind. Sollte unser Selbstwertgefühl davon abhängen? Finde ich nicht. Hört sich eher so an, als würde man sich in die Sache hinein steigern.
Wenn Enthaarung zum Wohlbefinden beiträgt - okay. Sobald Wohlbefinden anfängt, davon abhängig zu sein, stimmt etwas nicht mehr.

Es war schon in der Antike Brauch, sich einige Teile der Körperbehaarung zu entfernen, im Islam hat es ebenso Tradition. Aber es war vielleicht nicht so zwanghaft wie heute. Ein bis aufs Haupthaar haarloser Körper wirkt doch so kindlich. Alles Ideale von verkappten Pädophilen auch Erwachsene so zu gestalten? Teil eines Körperkults?

Das Thema beschäftigt mich jeden Sommer wieder. Irgendwann muss man sich ja vielleicht auch nicht mehr damit beschäftigen, wenn sie nach kernlosen Trauben und Melonen auch haarlose Menschen gezüchtet haben...
Abgesehen davon, dass das a) Zukunftsmusik und b) überspitzt ist:
Wie geht ihr damit um? Alles ab, voll der Hippie oder Zwischenlösung? Wann habt ihr mitbekommen, dass die Gesellschaft von euch glatte Haut erwartet?

Ach und: Spartiaten hatten bestimmt Haare auf der Brust.

Apfelkern

Montag, 29. April 2013

Scharfe Dinge aus der Küche

Blog-Event Zeigt her eure Messer  (Einsendeschluss 30. April 2013)Etwas, das ich unglaublich gerne mache, ist einfach in der Küche stehen und entspannt etwas kochen. Auch wenn es überall dampft und eilig zugeht zählt es noch als entspannt, denn Kochen hilft mir einfach, mental abzuschalten und dabei noch kreativ zu sein und was leckeres (meistens jedenfalls…) zu futtern zu machen. Nützlich, entspannend und kreativ - was will man mehr.

Tja, was ich mehr will, kann ich sagen: Messer.
Denn ohne gute Küchenmesser nimmt die Freude am Kochen doch stark ab. Und durch diese Erkenntnis geprägt, bin ich offen gesagt höchst interessiert an der Messerverlosung des wunderbaren Kochblogs The Vegetarian Diaries, der eine bunte Vielfalt von Rezepten bietet. Aber genug davon - es soll hier um meine Langzeiterfahrungen mit meinen liebsten Küchenmessern gehen.

Ich arbeite - wie ich gerade beim Heraussuchen und Fotografieren bemerkte - nur mit sehr wenigen Messern. Zwei um genau zu sein.
Die Nummer eins davon ist ganz klar das große (26 cm?) Messer von Zwilling aus der 4-Sterne Reihe. Ich schneide damit nahezu alles. Die Klinge ist wunderbar scharf, man kann damit nahezu alles (mir fallen spontan abgesehen von Knochen auch keine Beispiele ein...) klein schneiden. Es hackt perfekt Kräuter, weil sich auf der langen Klinge so schön hin und her "rollen" lässt, man teilt damit längeres Gemüse mit einem  und überhaupt… ich liebe dieses Küchenmesser! Denn es schneidet nicht nur super, sondern liegt auch großartig in der Hand. Keine schartigen Kanten vom Gießen des Plastiks am Griff, die beim Schneiden harter Dinge sich tief in die Hand eingraben und Blasen verursachen - damit kann man hervorragend lange schneiden und das auch bei Schneidgut mit größerem Widerstand.

Nach mehr als einem Jahr in Benutzung habe ich es schleifen lassen, da es doch an Schärfe verloren hat, doch danach war es abgesehen vom veränderten Glanz wie neu. Ein Messer, dass ich definitiv weiterempfehlen würde.

Außerdem habe ich noch ein weiteres Lieblingsmesser, das nahezu immer beim Kochen mit dabei ist. Ich weiß gar nicht, wo genau es gekauft wurde. Vermutlich war es einfach einmal ein Angebot von ALDI.
Victorinox sagt die Aufschrift- wenn das eine tolle Marke für Taschenmesser ist, kann sie ja auch für Küchenmesser nicht schlecht sein. Und so ist es auch. Scharf, klein, wendig, praktisch. Ich würde es wieder kaufen und weiter empfehlen.

Zuletzt: es sind zwar keine Messer, doch sie haben zumindest Klingen und dürfen genauso wenig in der Küche fehlen. Die Rede ist von Tupperschälern. Bisher konnte mich kein Schäler so sehr überzeugen wie die von Tupper. Also mussten sie hier erwähnt werden.So.

Dann bleibt mir nur, auf Glück bei der Verlosung zu hoffen. Denn Messer braucht man immer.

Gruß,
Apfelkern

Mittwoch, 24. April 2013

Mal was anderes versuchen


Vor einiger Zeit schon, fragte ich mich, was für eine Art Blog ich denn hier eigentlich führe. Viele Blogs lassen sich schließlich prima kategorisieren in Kochblogs, Technikblogs, Beautyblogs, Fashionblogs, Blogs für Mütter, für Familien, für Singles etc (aka die Selbsthilfeblogs), Blogs voller Comics, Filmblogs und was weiß ich noch alles.
Irgendwo in dieser Liste wird auch für meinen Blog noch ein Platz sein.

Wenn ich das denn auch mal tue, blogge ich über alles, was mir in den Sinn kommt. Zumindest dachte ich das bisher.
Genau genommen, bis ich über die App Google Keep stolperte und sie sofort für gut befand. Es entstand der Drang, sie auf meinem Blog kurz zu empfehlen und vorzustellen.
Moment mal – mein Laberblog mit App Vorstellungen?! Passt ja mal gar nicht zusammen; was sollen denn die Leser von mir denken!

Nun schön, das Thema hätte nicht in mein klassisches Themenschema gepasst aber wer sagt denn, dass es das muss, um zu meinem Blog gehören zu dürfen? Ach richtig, die Leser. Denn wenn sie mir gefolgt sind, während ich in meinen Posts ein gewisses Themenspektrum nicht verließ, kann es ja gar nicht anders sein, als dass sie jegliche andere Art von Thema als Stilbruch empfinden würden.

Ja und – wo liegt dann das Problem? Ganz einfach: vielleicht verlieren die Leser dann ihr Interesse an meinem Geschreibsel. Wenn ich das aber nur dem anpasse, von dem ich glaube, das meine Leser das hier sehen wollen, würde ich jegliche Authentizität verlieren. Dabei ist es doch genau das, was so viele Blogs erst interessant macht.
Also lasse ich es einfach, mich weiter in ein bestimmtes Themenspektrum zu pressen. Denn eins ist klar: so wie man sich selbst während des Lebens verändert und im besten Falle auch reift, so verändert sich auch das Themenspektrum, das man vertritt.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich möchte euch Google Keep vorstellen.

Wie der Name schon sagt, ist es eine App aus dem Hause Google. Für Android Geräte kostenfrei im PlayStore zu laden.

Der Name ist Programm: sie hilft, Dinge zu behalten. Eine App mit Notizzetteln, auf denen man sich mal eben eine Telefonnummer, die Einkaufsliste, Blogideen, Buchseiten, die aktuelle Folge, bei der man in einer Serie ist oder was einem sonst noch durch den Kopf geistert, notieren kann.
Man kann jeden Zettel benennen, um ihn schnell wieder zu finden. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, sich seine Notizen in einer Reihe oder in zwei Riehen nebeneinander anzeigen zu lassen, Bilder hinzu zu fügen sowie die Notizen statt zu tippen via Spracheingabe einzutragen. Alte Notizen kann man archivieren, sodass sie nicht mehr auf der Startseite angezeigt werden, aber auch nicht gelöscht sind.

Kurz: eine sehr schlichte App und genau das mag ich so sehr daran.
Ohne viel verwirrende und störende Grafik, ohne viel Einstellungs Schnickschnack kann ich einfach schnell etwas notieren. Exakt diese Funktion fehlte mir bisher auf dem Handy.
Ich glaube, dass Evernote ein recht ähnliches Konzept hat, doch habe ich das offen gesagt auch nicht getestet. Muss ich vielleicht auch gar nicht, da diese Lücke schon von Google Keep gefüllt wird.
Ein weiterer Aspekt, den ich sehr mag, ist, dass man seine Notizen auch am PC im Browser ansehen und editieren kann. Es gibt sogar eine Chrome Extension dafür. Sie öffnet die eigenen Notizen direkt, ohne jedes Mal die URL aufrufen zu müssen und sieht dabei noch hübsch aus. Finde ich doch spontan gut.
Allein die fehlende Option, seine Zettel mit anderen zu teilen stört ein wenig. Mit dem offiziellen Video zur Vorstellung von Keep könnt ihr euch noch einen besseren Eindruck von der Optik verschaffen.

Falls das jetzt für euch interessant klang und ihr ein Smartphone besitzt – testet die App doch einfach mal. Löschen kann man sie ja immer noch.

Und eine letzte Frage wäre da noch: Sind solche Themen ganz ab vom Üblichen für euch eigentlich lesenswert?

Apfelkern



Donnerstag, 28. März 2013

Expedition nach IKEA

Irgendwann musste es ja heraus kommen; man kann so etwas nicht ewig verbergen: ich war noch nie bei IKEA. Ewiges Dorfkind halt. Alle sprachen davon, alle zeigten stolz ihre Billys und Lacks und wie die ganzen Teile noch so heißen. Überall IKEA-Kissen, IKEA-Duftkerzen, IKEA-Geschirr und was einem sonst noch einfällt.
Übrigens werde ich nicht dafür bezahlt, den Namen des Ladens so oft wie möglich zu erwähnen.

Meine IKEA-Jungfräulichkeit ist jedenfalls seit heute Geschichte - ich kann es ja selbst kaum glauben, dass der Konsumtempelbesuch so schnell und schmerzlos ablief.

Lektion eins: es heißt nicht, wir fahren nach IKEA, sondern zu IKEA. Wieder was gelernt.

Der erste Eindruck war schlicht und einfach nur ein "scheiße ist das Gebäude riesig!". Ganz passend zum riesigen Gebäude gab es einen gigantischen Parkplatz mit Anzeige, wo man sich denn am besten hinbegibt, wenn man noch einen Parkplatz finden möchte. Dann kam der Moment, die berühmten Hallen zu betreten, die nebenbei bemerkt von außen eher nach blauem Container als Möbelhaus aussahen.

Aber wen interessiert schon das Äußere - wichtig ist doch eh nur, dass es innen Toiletten gibt.  Deren Existenz kann ich nach eigenem Test nur bestätigen. Das spricht doch schon einmal eindeutig für IKEA.
Es folgte ein Rundgang durch die Ausstellungsräume. Wir waren nicht auf der Suche nach Möbeln oder ähnlichem, weshalb wir gemütlich durchschlendern konnten. Wir wollten schließlich einfach nur ein IKEA besichtigen.

Ausstellungsräume verbreiten eine merkwürdige Atmosphäre. Auch wenn die Preisschilder und Informationszettelchen den Eindruck abschwächen - es sieht alles viel zu unecht und perfekt aus. Ein wenig erinnerte mich das an die Blogs von Lifestyle-Bloggern, in denen auch immer alles so vintage, so harmonisch und so perfekt drapiert ist. Hat definitiv Potential, Kulisse eines Horrorfilms zu werden.

Ich lernte, Expedit-Regale in all ihren Auswüchsen zu erkennen, freute mich über jeden Malm-Abkömmling, der mich an den Nachttisch, der beim Aufwachen neben mir steht, erinnert und irgendwann empfing mich auch die Duftkerzenabteilung in all ihrem Grauen.
Lange bevor sie erreicht war, roch man die pentetrant süßlich-künstlich duftenden Kerzen schon. Als ich dann vor den Regalen stand war die Duftwolke schlichtweg umwerfend. Was auch immer der gefühlte Rest der Menschheit daran mag - ich flüchtete davor.

In der Lampenabteilung für Lampen ohne komischen Geruch fühlte ich mich auch direkt wohler. Wieder kam das Schmunzeln bei jeder Lampe, die ich schon einmal irgendwo gesehen hatte und nun wiedererkannte. Hrhr - ich weiß, wo deine Wurzen liegen, Lampe!
Mein absolutes Lieblingsmodell ist aber die spontan so getaufte Müslilampe Gavik. Lampenschirm abnehmen, Müsli und Milch reinkippen, frühstücken. Fände ich sie sonst weniger hässlich und hätte weniger Angst, dass ich Tollpatsch sie gleich zertrümmere, würde ich sie doch glatt zu meiner Müslischalenlampe befördern.

Von dort aus ging es weiter in das IKEA Restaurant. Dieses touristische Besichtigen ist nämlich verdammt anstrengend. Alle schwärmen ja von Köttbullar und Mandelkuchen, doch der Spaß mit den Köttbullar (der, die, das Köttbullar? ) blieb mir aufgrund des Pferdefleischskandals verwehrt. Na ja, wenn ich mich in fünf Jahren noch mal in ein IKEA verirre, kann ich das ja vielleicht nachholen.
Also wurden andere Dinge probiert und natürlich dokumentiert. Das Geschnetzelte in Erdnussauce war mittelprächtig, der Krokantkuchen nett aber doch sehr süß. Wie es scheint bin ich geschmacklich noch nicht wirklich auf IKEA eingestellt. Aber schön, dass es zum Kuchen noch eine kleine Zugabe gab. Für gratis Beigaben bin ich ja immer zu haben.

Gestärkt zogen wir weiter in den Schwedenshop. Ich war erstaunt, was für Dinge es da gab. Oder eher, ob es denn da etwas nicht gab.
Vom Möbel über die Wäscheklammer bis hin zum Knäckebrot kann man sich quasi sein ganzes Leben mit IKEA Artikeln einrichten. Das ist ja wie Apple nur mit Einrichtungsgegenständen: sie verkaufen mehr als das Produkt; sie verkaufen ein Lebensgefühl. Allein schon die Namen der ganzen Artikel. Richtige IKEA Fans sprechen ihr(e?) Expedit sicher auch mit Namen an.

Das mit dem Ansprechen kann ich nun auch tun, denn vom Besuch im Möbelhaus sind zwei Holmös mitgekommen. Sie wurden direkt nach der Rückkehr aufgebaut - daher entstand in allem Eifer auch nur schnell ein verwackeltes Bild und zieren beziehungsweise beleuchten jetzt das Schlafzimmer.

Was soll ich sagen - dieses IKEA Ding ist gruselig groß und durchdacht aber doch sehr faszinierend. IKEA - ich würde es wieder tun.

Ach und: ich habe Holmö in Holmi umgetauft. Klingt gleich nur halb so dämlich.

Apfelkern